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Limiterhöhungen im Online-Glücksspiel: Was Betreiber jetzt wissen sollten

Presseartikel, Stand 4. September 2026. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen, die am Ende des Beitrags aufgeführt sind.
4. September 2026 durch
Chevron Group, Monika Dempsey

Wie ein Anbieter belegt, dass ein Spieler sich eine Einzahlung von mehr als 1.000 Euro im Monat leisten kann, ist derzeit Gegenstand mehrerer gerichtlicher Verfahren. Für Betreiber ergibt sich daraus weniger eine rechtspolitische als eine praktische Frage: Wie viel Nachweis sollte man vorhalten, solange die Rechtslage nicht abschließend geklärt ist?

Der gesetzliche Rahmen

§ 6c des Glücksspielstaatsvertrags 2021 begrenzt Einzahlungen auf 1.000 Euro pro Monat. Die Grenze gilt für alle Anbieter zusammen und wird über LUGAS erfasst. Mehr ist möglich, bis zu 10.000 Euro und in Ausnahmefällen bis zu 30.000 Euro. Dafür muss der Spieler nachweisen, dass er sich das leisten kann, und zwar so, dass die Aufsicht den Nachweis überprüfen kann.

Üblich ist dafür die SCHUFA-G-Abfrage. Sie ist seit Jahren anerkannt, schnell und für den Spieler bequem. Daran hat sich bislang nichts geändert.

Was gerade vor Gericht passiert

Auf der Aufsichtsseite geht es um die Frage, ob eine Bonitätsauskunft als Nachweis genügt. Ein Verwaltungsgericht hat im August 2026 Zweifel daran geäußert und darauf hingewiesen, dass die Behörde in ihren eigenen Richtlinien eigentlich Einkommensnachweise verlangt. Diese Entscheidung ist vorläufig, die Aufsicht wehrt sich dagegen, und das letzte Wort ist nicht gesprochen.

Auf der Zivilseite geht es um Geld. Spieler klagen auf Rückzahlung ihrer Verluste, wenn sie mehr einzahlen konnten als erlaubt. Zwei Oberlandesgerichte haben dazu unterschiedlich entschieden, das eine für die Spieler, das andere dagegen. Der Bundesgerichtshof wird die Frage klären. Wann, ist offen.

Was das für Veranstalter bedeutet

Aufsichtsrechtlich ändert sich zunächst nichts, solange die Verwaltungspraxis unverändert bleibt. Das zivilrechtliche Risiko besteht davon unabhängig. Entscheidet der Bundesgerichtshof zugunsten der Spieler, kommt es darauf an, welche Unterlagen zum Zeitpunkt einer Limiterhöhung vorlagen und wie sie dokumentiert wurden.

Die Frage lautet also nicht, ob die SCHUFA-G-Abfrage weiter genutzt werden darf, sondern welcher zusätzliche Nachweis sinnvoll ist. Die Antwort fällt je nach Portfolio unterschiedlich aus. Sie hängt davon ab, wie viele Limiterhöhungen gewährt werden, in welcher Höhe, und welche Summen im Streitfall im Raum stünden.

Wie MGT Limit Check funktioniert

Der MGT Limit Check ergänzt die Bonitätsprüfung um eine Einkommensprüfung. Die Auskunft bleibt im Prozess, sie ist nur nicht mehr der einzige Beleg.

Für die Einkommensprüfung gibt es zwei Wege. Entweder verbindet der Spieler sein Gehaltskonto und die Gehaltseingänge werden automatisch erkannt. Oder er lädt ein Dokument hoch, etwa eine Gehaltsabrechnung, einen Steuerbescheid oder einen Kontoauszug. Weitere Dokumentarten lassen sich einrichten, die Auswahl ist nicht festgelegt. Ausgelesen und auf Echtheit geprüft wird automatisch. Welche Datendienstleister dahinter arbeiten, stimmen wir mit Ihnen auf Markt und Anforderungen ab.

Wie aus dem Einkommen ein Limit wird, legen Sie fest. Möglich sind feste Stufen, ein prozentualer Anteil des Einkommens oder eine Kombination mit weiteren Daten. Jede Regel wird gespeichert, sodass sich später zeigen lässt, was für welchen Spieler galt.

Wer bereits unser Transaktionsmonitoring PowerComply nutzt, kann dessen Ergebnisse einfließen lassen. Wo das Spielverhalten unauffällig ist, reicht dann eine kürzere Prüfung. Fällt etwas auf, wird genauer hingesehen.

Mit oder ohne bestehende Anbindung

Der MGT Limit Check funktioniert auch dann, wenn Sie heute nicht mit MGT arbeiten. Der Prüfweg läuft über eine einzige Schnittstelle, Ihre bisherigen Anbieter für Identitäts- und Bonitätsprüfung bleiben bestehen. Wer MGT bereits nutzt, bekommt die Limitprüfung ohne neues Projekt dazu. Auf Wunsch übernehmen wir den Betrieb vollständig.

Die rechtliche Seite begleitet Chevron Services: Bewertung Ihres Verfahrens und Erstellung der Unterlagen, die Sie bei der Behörde einreichen.

Wie es rechtlich weitergeht, entscheidet sich in den laufenden Verfahren. Bis dahin bleibt die Frage, wie viel Nachweis Sie vorhalten, eine Abwägung zwischen Aufwand, Nutzererlebnis und Risiko. Eine dokumentierte Einkommensprüfung ist eine Möglichkeit, diese Abwägung bewusst zu treffen.

Nächster Schritt

Vereinbaren Sie einen Termin für einen fachlichen Austausch und eine Konzeptanalyse mit Handlungsempfehlungen. Kontaktieren Sie Simon Otten  (simon.otten@chevron.group) oder Nikolas Lotz (nikolas@chevron.group) für weitere Informationen.  

Bei der Erstellung dieses Artikels verwendete Quellen
Über MGT Digital Compliance Solutions

MGT Digital Compliance Solutions verbindet Glücksspielanbieter über eine einzige Schnittstelle mit den Prüfdiensten, die sie im Tagesgeschäft brauchen: Identitätsprüfung, Kontoprüfung, Zahlungsverifizierung und Abfragen, die der Gesetzgeber vorschreibt. Die Prüfwege lassen sich je Marke und Markt einstellen, vom Onboarding über die laufende Überwachung bis zur Limitsteuerung, und jede Entscheidung bleibt nachvollziehbar. Zusammengeführt wird alles im MGT 360 Dashboard. Bei rechtlichen Fragen und beim Spielerschutz arbeitet MGT mit Chevron Services zusammen.

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